Das Museum Wiesbaden

Hessisches Landesmuseum für Kunst und Natur

Das Museum Wiesbaden gehört zu den drei staatlichen Museen des Landes Hessen und umfasst zwei Abteilungen: die Kunstsammlung und die Naturhistorische Sammlung. Nach einer umfangreichen Sanierung im Jahr 2013 können diese nun auf einer Ausstellungsfläche von über 7000 m² präsentiert werden.

Die Geschichte des Museums

Der Grundstock der Museumsstücke stammt von Johann Isaac Freiherr von Gerning (1767 bis 1837). Goethe hatte diesen zur Überlassung seiner Sammlung mit dem Ziel einer Museumsgründung animiert. Die Idee wurde dann im Jahr 1825 realisiert und der Freiherr erhielt als Gegenleistung dafür eine lebenslange Leibrente.
Ursprünglich war das Museum im Erbprinzenpalais an der Wilhelmstraße untergebracht, bis dieses Gebäude für die ständig wachsende Zahl von Ausstellungsstücken zu klein wurde. Der dreiflügelige Neubau entstand zwischen 1913 und 1915 nach Plänen des Architekten Theodor Fischer.

Aufbau des Museums

Das Museum schafft mit seiner Dauerausstellung unter dem Titel „Ästhetik der Natur“ eine Brücke zwischen den Bereichen Natur und Kunst. In der naturhistorischen Abteilung sind rund eine Million Einzelexponate ausgestellt.
Die Kunstsammlung umfasst Ausstellungsstücke aus der Zeit vom 12. Jahrhundert bis heute und ist eingeteilt in die Kategorien Alte Meister, Klassische Moderne und Moderne und Gegenwart. Die Anordnung erfolgt nach Themen und so gibt es unter anderem den Landschafts- und den Stillleben-Raum sowie den Kirchensaal. Der Schwerpunkt der Werke nach dem 2. Weltkrieg liegt in der ungegenständlichen Malerei mit den Themen Fläche, Raum, Volumen und Farbe. Unter den „Alten Meistern“ sind hauptsächlich Werke von Künstlern aus Italien und den Niederlanden ab dem 15. Jahrhundert zu finden.
Das Museum Wiesbaden gehört heute, hauptsächlich wegen der Exponate des 19. und 20. Jahrhunderts, zu den bedeutendsten Museen Deutschlands und besitzt auch international einen hervorragenden Ruf. Hierzu trägt besonders die Expressionisten-Sammlung bei, zu der auch rund 100 Werke des bedeutenden russischen Malers Alexej von Jawlensky (1864 – 1941) gehören, welcher in Wiesbaden die letzten beiden Jahrzehnte seines Lebens verbrachte. Im Jahr 2007 wurde dem Haus die Auszeichnung „Museum des Jahres“ im Bereich moderne Kunst verliehen.

Auch die regelmäßig stattfindenden temporären Ausstellungen ziehen Wiesbadener und Touristen in großer Zahl an. Ein Besuch dieses Museums sollte für kunstinteressierte Gäste der Stadt auf jeden Fall auf dem Besichtigungsprogramm stehen. Allein das Gebäude mit dem Oktogonal-Bau im Eingangsbereich ist ausgesprochen eindrucksvoll. Außerdem eignet sich das gemütliche Museumscafé, das Snacks und einen täglich wechselnden Mittagstisch anbietet, perfekt für eine Pause zwischendurch.

Öffnungszeiten

Montag: geschlossen
Dienstag und Donnerstag: 10 bis 20 Uhr
Mittwoch, Freitag: 10 bis 17 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen (auch montags): 10 bis 18 Uhr

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