Die Bergkirche

Die Bergkirche der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden liegt direkt im gleichnamigen Viertel, dem Bergviertel, und ist eine beliebte Touristenattraktion.

Außerdem gehört sie zum historischen Fünfeck, welches im Kern der Stadt liegt: Fünf namhafte Straßen begrenzen es in allen vier Himmelsrichtungen. Im Süden reicht es bis zur Rheinstraße, im Westen bildet die Schwalbacher Straße die Grenze, im Norden sind es die Röder- und die Taunusstraße und im Osten wird es durch die Wilhelmstraße begrenzt. Neben der Bergkirche befinden sich im Fünfeck noch das Stadtschloss, die Marktkirche, die beiden Rathäuser und die Heidenmauer.

Kurze Geschichte

Die Bergkirche wurde bereits im Jahre 1879 im neugotischen Stil erbaut. Der Baumeister hieß Johannes Otzen und baute vor allem in Norddeutschland bekannte Attraktionen und Gebäude. Ebenfalls am Bau beteiligt war der Architekt Hans Grisebach, der für die Weltausstellung in Paris 1900 arbeitete. Die Bergkirche ist neben der Marktkirche die bedeutendste evangelische Kirche der Stadt. Ihr Name stammt von dem Plateau, auf dem sie errichtet wurde. Der Turm ist weit über die Hauptstadt hinaus sichtbar, auch in den umliegenden Dörfern.

Ausstattung der Kirche

Die Kirche ist innen mit zahlreichen Malereien, wunderschönen bunten Glasfenstern und Holzfiguren ausgestattet. Gottesdienste finden hier regelmäßig statt. Im Jahre 1930 wurde die Orgel umgebaut. Es wirkte Albert Schweitzer mit, ein berühmter Pazifist und Buscharzt, der jedoch auch die Leidenschaft am Orgelspiel fand. Der Baumeister der Kirche, Johannes Otzen, entwickelte mit dem Pfarrer Emil Veesenmeyer im Jahre 1891 das berühmte Wiesbadener Programm. Sie machten ihren ganz eigenen Gottesdienst in der Kirche und teilten diesen in drei Teile: Kanzel, Altar und Orgel. Von der Orgel aus kam die Musik, vom Altar das Abendmahl und von der Kanzel natürlich die Predigt. Dies beeindruckte viele Gottesdienstteilnehmer. Noch heute ist die komplette Innenausstattung im Original vorhanden und sehr gut erhalten. All das geht auf das Jahr 1866 zurück. Die Glasfenster stammten von 1879. Besonders schön sind auch die Wandgemälde von Hermann Schmidt, der im Chor Bilder und Szenen vom Leben Jesu Christi aufhing. Leider wurde dadurch der hölzerne Altaraufbau ein wenig verdeckt.

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