Uppsala

Der Name von Schwedens bedeutendsten Universitätsstadt Uppsala wird im Deutschen oft versehentlich oder veralbernd wie „Hoppsala“ ausgesprochen. Mit der kindersprachlichen Aufforderung zum Springen hat der Name Uppsala natürlich nichts zu tun. Er bedeutet stattdessen so viel wie „Halle oder Herrenhaus stromabwärts“. Die knapp 80 km nördlich von Stockholm und unweit vom Mälaren-See liegende 150.000-Einwohner-Stadt in der sanften Hügellandschaft der Provinz Uppland gilt in touristischer Hinsicht als eines der prominesteten Reiseziele in Schweden. Eine uralte Geschichte, studentische Traditionen sowie eine vielfältige Kulturszene tragen wesentlich zur Attraktivität der Stadt am Fluss Fyrisån bei. Das wohl prächtigste der vielen an Uppsalas Historie erinnernden Gebäude ist das aus dem 16. Jahrhundert stammende Schloss Uppsala (Uppsala slott), das der Öffentlchkeit – unter anderem bei Führungen auf dem Schlossdach – teilweise zugänglich ist. Sehr sehenswert ist das im vom städtischen Botanischen Garten umgebenden Schloss untergebrachte Friedensmuseum: Im Fredens Hus wird insbesondere auf die Friedensbemühungen des schwedischen UNO-Generalsekretärs Dag Hammarskjöld (1905 – 1961) eingegangen.

Besuchenswert sind natürlich auch die Kathedrale mit ihrer Schatzkammer, der zur Besinnung einladende alte Friedhof (Uppsala Gamal Kyrkogard) sowie die zahlreichen Galerien. In Uppsala kann am ganz ausgezeichnet auf den Spuren des berühmtesten schwedischen Naturwissenschaftler, Carl von Linne (1707 – 1778), wandeln. In mehreren Museen wird Leben und Werk des Forschers, der ab 1741 in Uppsala als Professor lehrte, präsentiert.

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