Jokkmokk

Zentrum der samischen Kultur in Schweden

Der nahe der Grenze zu Norwegen im Südwesten der historischen Provinz Lappland liegende kleine Ort Jokkmok hat knapp 3000 Einwohner. Trotz seiner vergleichsweise geringen Einwohnerzahl ist Jokkmokk von großer Bedeutung für die in der Region ansässigen Samen. In Jokkmokk trägt eine Reihe von Bildungseinrichtungen mit identitätsförderndem Anspruch wesentlich dazu bei, die Kultur der samischen Minderheit in Schweden zu schützen. Damit knüpft Jokkmokk an eine fast schon uralte Tradition als kultureller Mittelpunkt der Samen an: Bereits seit über 400 Jahren kommen alljährlich im Februar aus den vier Ländern der Polarkreisregion von Fennoskandinavien Samen nach Jokkmokk, um hier ihren Wintermarkt (Jokkmokks Vintermarknad) abzuhalten und zu feiern. Nichtsamische Gäste sind willkommen.

Für die meisten Touristen ist Jokkmokk aber Ausgangspunkt für Exkursionen in die an Dramatik und Schönheit kaum zu übertreffende Landschaften in der fast unberührten Natur um Jokkmokk herum. Dazu gehört unter anderem der 500 qkm große Muddus-Nationalpark mit seinen Wasserfällen und Kieferwäldern oder die Gletscherregion bei Kvikkjokk. Für Wagemutige gibt es auch Tourismusangebote, sich die nördlich ausdehnende und relativ schwer zugängliche Wildnis des UNESCO-Welterbes Laponia zu erwandern.

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