Blekinge

Die schwedische Provinz Blekinge

Im südöstlichen Zipfel Schwedens befindet sich die kleinste Provinz des Landes. Auf gut 3000 Quadratkilometern entfaltet die Provinz Blekinge Län seine ganze Schönheit und komprimiert mit ca. 1000 Seen und ca. 800 Inseln die Fülle der schwedischen Natur auf kleinstem Raum.

Die Küsten der Provinz zeichnen sich durch ihre unbehandelte, raue und steinige Natürlichkeit aus. Doch der zielstrebige Besucher wird auch weich gezeichnete Sandstrände vorfinden, die vom Menschen so schön unberührt sind, dass sich der Anblick der reinen Natur in das Gedächtnis des Erholung suchenden Betrachters verewigen wird.

Die schier endlosen Insellandschaften laden herrlich zu diversen Tagesausflügen mit der Fähre oder vielleicht auch mit dem Segelschiff ein. Durch die geografische Lage Blekinge Län’s im südlichsten Teil Schwedens, zeichnet sich die Provinz durch ein gemäßigtes und fast schon mitteleuropäisches Klima aus. Das hat zur Folge, dass die Provinz gerade auch zur Vor- und Nebensaison bei Reisenden beliebt ist. Dennoch ist die Region eher weniger auf dem Radar des gewöhnlichen Schwedenbesuchers und bleibt somit ein echter Geheimtipp.

Die charakteristischen Schären, die in der Zeit der Eiszeit entstanden sind, prägen die Landschaft. Das abschmelzende Eis legte bisher verdeckte Gesteinsschichten frei und schliff diese in ihre typischen flachen, abgerundeten Formen. Die Blekinger Küsten- und Insellandschaft ist gespickt von diesem einmaligen Naturphänomen. Neben diesem Meisterwerk der Natur bestechen die Landschaften der Provinz durch eine besonders ausgeprägte und artenreiche Botanik, die die Region ihrem milden Klima zu verdanken hat. Die Einwohner Blekinger’s bezeichnen ihre Heimat daher auch liebevoll als den „Garten Schwedens“.

Neben der 35.000 Einwohner fassenden Hauptstadt Karlskrona, ist das übrige Blekinger Län durch provinzielle Landschaften und kleine Dörfer und Gemeinden geprägt, die vor allem die Küstenregion der kleinsten Provinz Schwedens säumen.

Wer geschichtlich interessiert ist und etwas über die Historie der Region erfahren möchte, dem ist ein Besuch im Marinemuseum in Karlskova zu empfehlen. Zur Hochzeit der schwedischen Macht im nord- und mitteleuropäischen Raum im 17. Jahrhundert , markierte die Provinz Bleklinge einen strategisch besonders wichtige Punkt. Von hier aus konnte das schwedische Militär, allen voran die Marine, die besetzten Gebieten im heutigen Deutschland und Polen bestens kontrollieren. Die Provinzhauptstadt Karlskova hat ihren Namen dem ehemaligen schwedischen König Karl XI. zu verdanken, welcher die strategische Bedeutung der Region erkannte und den Ausbau der Stadt förderte. Die Stadt selbst ist direkt in die Insellandschaften der Südprovinz integriert und lässt sich somit auch leicht als schwedisches Mini-Venedig bezeichnen. Von Karlskova aus kann man im übrigen auch wunderbar den weiteren Ostseeraum erkunden, da Fähren sowohl in weitere schwedische Provinzen, aber auch bspw. nach Lettland oder Polen fahren. Und das alles von der charmanten Idylle eines 35.000 Einwohner Städtchens aus.

Die Provinz Blekinge Län bietet den interessierten Schwedenbesucher so ziemlich alles was das skandinavische Land zu bieten hat. Eine Reise nach Blekinge Län kann sich also besonders auch für „Schweden-Einsteiger“ lohnen. Hinzu kommt hier die günstige Anbindung ans europäische Festland. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

Städte und Sehenswürdigkeiten in Blekinge

Storforsen

Die größten Stromschnellen Nordeuropas

Storforsen heißen Schwedens größte Stromschnellen, etwa 40 Kilometer entfernt von Älvsbyn. Auf den letzten 600 Metern fällt der Fluss Piteälv über 50 Höhenmeter bergab, insgesamt ziehen sich die Stromschnellen sogar über fünf Kilometer hin. Über Wege…
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