Big Ben & Houses of Parliament

Trotz der avantgardistischen, teilweise atemberaubenden Hochhäuser rundum zählen Big Ben und die Houses of Parliament zu den markantesten Bauten in der Skyline der britischen Hauptstadt. Neben den allgegenwärtigen roten Doppeldeckerbussen, den typischen London-Taxis und natürlich der unverkennbaren Silhouette der Tower Bridge gehören sie zu den weltweit bekanntesten Motiven Londons.

Die Houses of Parliament sind in jeder Beziehung ein Superlativ. Sie beherbergen das älteste Parlament der Welt, das hier schon 1295 zusammentrat. Und in dem rund 97 Meter hohen Uhrturm hängt die mit Abstand berühmteste Glocke der Welt, die Big Ben. Aus Anlass des 60. Thronjubiläums von Queen Elizabeth II wurde der Uhrenturm – „The Clock Tower“ – in Elizabeth Tower umbenannt.

Big Ben – das stolze Wahrzeichen Londons

Big Ben ist eine der fünf Glocken, die pünktlich zu jeder vollen Stunde ein unverkennbares Glockensignal entsprechend der aktuellen Uhrzeit ertönen lassen. Wenn Big Ben fünf Mal anschlägt, ist es für viele englische Touristen das Signal, den Stadtbummel zu unterbrechen und ein Café für die typisch britische „5 O’Clock Tea Time“ aufzusuchen.

Zwischen den Stundenschlägen ertönt regelmäßig eine kleine Melodie, die von den Londoner stolz als „The Voice of Britain“ ,die Stimme Britanniens“ bezeichnet wird. Die Klangfolge entstammt einem Werk des berühmten deutschen Komponisten Georg Friedrich Händel. Die Tonfolge wird als Westminsterschlag bezeichnet und viele Wecker und Türglocken greifen auf dieses harmonische und einprägsame Signal zurück.

Obwohl der Name Big Ben urspünglich nur die fast 14 Tonnen schwere Glocke betraf, gilt die Bezeichnung im allgemeinen Sprachgebrauch für den gesamten Uhrturm mit seiner riesigen, weit sichtbaren Uhr. Ihr Zifferblatt ist etwa 30 qm groß und um die reibungslose Funktion der aus über 300 Teilen bestehenden Uhr kümmert sich ein eigenes Spezialistenteam. Über dem Ziffernblatt ist eine Lampe angebracht. Sie leuchtet immer dann, wenn das Parlament zuammentritt. Leider können Turm und Uhr zur Zeit – und voraussichtlich noch bis 2021 – wegen Restaurierungsarbeiten von Gerüsten und Planen teilweise verdeckt sein.

The Palace of Westminster – Geburtsort der westlichen Demokratie

Die Ursprünge des Palace of Westminster gehen auf das 11. Jahrhundert zurück, als der angelsächsische König Edward hier eine Befestigungsanlage errichten ließ, die von nachfolgenden Herrschern nach und nach palastähnlich umgebaut wurde. Schon 1295 war der Palace of Westminster regelmäßiger Versammlungsort des angelsächsischen Adels und bis 1529 war er auch die Londoner Residenz der englischen Könige.

Danach diente er ausschließlich als Parlament, in dem sich die Vertreter des Adels und bürgerlicher Stände zusammenfanden. Von dem ursprünglichen Bau ist nur wenig erhalten geblieben, denn er wurde im Oktober 1834 durch ein Großfeuer beinah völlig zerstört. Lediglich die Westminster Hall und der Jewel Tower blieben vom Feuer verschont und sind noch heute Bestandteil der Houses of Parliament.

Das monumentale Gebäude, das jetzt so eindruckvoll am Themseufer steht, wurde auf den alten Grundmauern errichtet und trägt seit 1870 als Sitz des House of Commons (Unterhaus) und des House of Lords (Oberhaus) den Namen Houses of Parliament.

Big Ben und The Houses of Parliament besichtigen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Houses of Parliament zu besichtigen. An Wochentagen finden die öffentlichen Sitzungen des House of Commons und des House of Lords statt und jedermann kann als Zuschauer daran teilnehmen. An sitzungsfreien Tagen, Samstagen und in den Parlamentsferien finden Führungen durch einzelne Räume statt. Leider sind der Elizabeth Turm und Big Ben nur für Einwohner des United Kingdom zugänglich, die dazu eine individuelle Erlaubsnis ihres zuständigen Abgeordneten beantragt haben.

Die schönste Aussicht auf Big Ben und The Houses of Parliament hat man aus den Gondeln des „London Eye“, dem Riesenrad am gegenüberliegenden Ufer der Themse. Auch von der nahen Westminster Bridge bieten sich schöne Ausblicke auf den historischen Gebäudekomplex und besonders nach Einbruch der Dunkelheit kann man von dort stimmungsvolle Erinnerungsfotos schießen.

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