Die Heidelberger Bergbahn

Während der Fahrt in einer der modernsten Bergbahnen des Landes genießen die Fahrgäste den Ausblick auf Heidelberg und über das Neckartal. Viele von ihnen nutzen die Bahn, um sich den steilen Fußweg nach oben zu ersparen. Der Startpunkt für die untere Strecke ist der Kornmarkt, gelegen mitten in der malerischen Altstadt Heidelbergs.

Am Kornmarkt können die Gäste der Stadt ein Kombiticket erwerben. Dieses beinhaltet die Hin- und Rückfahrt zur ersten Station sowie den Eintrittspreis für das Schloss, den Fasskeller und das Apothekenmuseum.

Schon nach zwei Minuten Fahrt erreichen die Fahrgäste das Schloss. In einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands können große und kleine Besucher an Veranstaltungen und Führungen teilnehmen. Wer mag, fährt weiter bis zur Station Molkenkur auf knapp 300 Höhenmetern.

Die obere Strecke

An der Station Molkenkur auf dem Kleinen Gaisberg befand sich früher die erste Burg in Heidelberg. Heute laden Wege zum Wandern ein. Die Fahrgäste, die noch weiter nach oben wollen, steigen hier um. Mit dem Originalwagen „Alte Dame“, der bereits seit mehr als 100 Jahre im Einsatz ist, gelangen die Fahrgäste nach etwa 9 Minuten zum Königstuhl auf 550 Höhenmetern. Bei geeignetem Wetter können sie über die Rheinebene bis in die Pfalz blicken.

Technisches und Wissenswertes

Die Bergbahn in Heidelberg ist seit 1890 in Betrieb. Damals wurde sie als Zahnrad- und Drahtseilbahn betrieben und führte bis zur Molkenkur. 17 Jahre später folgte die Erweiterung bis zum Königstuhl.

Die obere Bahn ist eine der ältesten Standseilbahnen des Landes und wurde durch das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg ausgezeichnet. Sie gilt als Kulturdenkmal und erhielt 2004 einen Eintrag ins Denkmalbuch. Die untere Bahn hat eine Streckenlänge von 471 Metern, die obere Bahn von 1.020 Metern. Heute hält die Gesamtstrecke von knapp 1,5 km einen Rekord: Sie ist die längste Bergbahnstrecke in Deutschland.

Jedes Jahr fahren mehr als eine Million Fahrgäste mit den Heidelberger Bergbahnen. Theoretisch finden 130 Fahrgäste in der unteren und 50 Personen in der oberen Bahn Platz. Allerdings achten die Betreiber darauf, dass die Zahl der tatsächlichen Fahrgäste darunter liegt – schließlich sollen alle Mitfahrer einen Blick auf die landschaftlichen Schönheiten haben.

Das könnte dir auch gefallen