Die Piazza Raffaele De Ferrari

Die Piazza Raffaele De Ferrari liegt im Herzen der Hafenstadt Genua und bildet deren Zentrum für Veranstaltungen. Sie wird von der Via XX Settembre, der Via Roma, der Via XXV Aprile und der Via Dante umgeben. Herzstück des Piazza ist der monumentale Springbrunnen in deren Mitte. Zu den wichtigsten angrenzenden Bauwerken zählen das berühmte Teatro Carlo Felice sowie mit dem Dogenpalast das ehemalige Machtzentrum der Republik Genua. Auf der Piazza Raffaele De Ferrari treffen sich Einheimische ebenso wie Touristen. Liebevoll nennen die Genueser den Platz „Il cuore pulsante della città di Genova“, also das pulsierende Herz der Stadt Genua. Deshalb finden hier auch regelmäßig Veranstaltungen statt.

Herz der Stadt

Mitten in der Altstadt Genuas gelegen ist die Piazza der zentrale Punkt der ligurischen Metropole. Sie bildet einen Verkehrsknotenpunkt, von welchem aus alle anderen Attraktionen der Stadt zu erreichen sind. Von einem reinen Übergangsplatz kann aber keinesfalls die Rede sein. In der Mitte der Piazza Raffaele De Ferrari befindet sich ein imposanter Springbrunnen der 1936 von dem aus Genua stammenden Architekten Giuseppe Crosa di Vergagni erbaut wurde. Er ist ein beliebter Treffpunkt für Verliebte und das wohl begehrteste Fotomotiv auf der Piazza.
Namenspatron des Platzes ist der in Genau geborene Politiker Raffaele Di Ferrari. Der Spross einer aristokratischen Familie erwarb sich im 19. Jahrhundert einen Namen und großen Reichtum. So wurde er 1838 auf Geheiß von Papst Gregor XVI zum Herzog von Galliera ernannt und war Senator im Königreich Sardinien. Ebenfalls 1838 wurde ihm der Titel des Prinzen von Lucedio durch den sardischen König Charles Albert verliehen. Seinen enormen Reichtum erwarb Ferrari allerdings überwiegend an seinem Wohnort Paris.

Kultur- und Machtzentrum

Vor diesem Hintergrund und der zentralen Lage erscheint es nur allzu plausibel, dass an der Piazza Raffaele De Ferrari auch der Dogenpalast Genuas zu finden ist. Der Palazzo Ducale stammt aus dem 13. Jahrhundert und war während der Zeit der Stadtrepublik Sitz der Dogen, also der Stadtoberhäupter. In modernen Zeiten wurde das Haus für verschiedene Institutionen genutzt. So diente es beispielsweise als Justizpalast. 2001 würde im Dogenpalast der G8-Kongress unter Leitung des damalige italienischen Premiers Silvio Berlusconi abgehalten. Heute dient der Palast vor allem kulturellen Zwecken. So finden auf der Beletage des Gebäudes Ausstellungen oder Konzerte statt. Im Innenhof gibt es außerdem einige Geschäfte und Restaurants.
Kulturelle Veranstaltungen der Extraklasse finden an der Piazza Raffaele De Ferrari außerdem im Teatro Carlo Felice statt. Das Opernhaus gilt als eines der führenden in ganz Italien und begeistert seine Besucher regelmäßig durch Opern, Ballette und Sinfonien. Wie die meisten anderen Gebäude an der Piazza stammt auch das Opernhaus aus dem 19. Jahrhundert. Es wurde am 7. April 1828 mit der Aufführung von Vincenzo Bellinis Oper „Bianca e Fernando“ feierlich eröffnet. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude durch Bombentreffer massiv beschädigt. Heute ist der Innenraum komplett neu gestaltet. Die Außenfassade konnte aber wiederhergestellt werden. Die Wiedereröffnung wurde 1991 mit Verdis „Il trovatore“ gefeiert. Damit ist die Piazza Raffaele De Ferrari wieder um einen Glanzpunkt reicher geworden.

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