Der Römerberg

Die Altstadt von Frankfurt

Der Römerberg gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Frankfurt am Mains. Es handelt sich dabei nicht – wie der Name erahnen lassen könnte – um einen Berg im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr um einen historischen Platz im Kern der Großstadt, der durch seine ansehnlichen Fachwerkhäuser gekennzeichnet ist.

Besuchermagnet im Herzen von Frankfurt

Wer zwischen all den modernen gläsernen Gebäuden Frankfurts eine malerische mittelalterliche Kulisse sucht, wird am Römerberg fündig. Sechs Fachwerkhäuser stehen an der Ostseite des Platzes in einer Reihe. Sie tragen von links nach rechts die Namen Zum Engel, Goldener Reif, Wilder Mann, Kleiner Dachsberg, Großer Laubenberg und Kleiner Laubenberg. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Römer, das Rathaus der Stadt, welches bereits seit dem 15. Jahrhundert als solches genutzt wird und dem gesamten Platz seinen Namen verlieh.
Inmitten des Römerbergs steht der Gerechtigkeitsbrunnen aus dem Jahr 1543. Justitia, die römische Göttin der Gerechtigkeit, ist in Bronze abgebildet und hält Schwert und Waage. Die genannten Gebäude und der Brunnen trugen dazu bei, dass der Römerberg im 16. Jahrhundert als schönster Platz im Heiligen Römischen Reich galt.
Bereits seit dem Mittelalter werden hier Märkte und Messen veranstaltet. Bis in die heutige Zeit kommen Besucher besonders gern und zahlreich zum Frankfurter Weihnachtsmarkt, der als einer der größten und zugleich ältesten Deutschlands zählt. In märchenhafter Kulisse werden hier rund um den großen Tannenbaum Frankfurter Bethmännchen und Äpfelwein verköstigt.
In Richtung Main begrenzt die Alte Nikolaikirche den Römerberg. Im Süden befindet sich das Historische Museum, in dem Besucher alles über die Geschichte der Stadt, die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und vieles mehr erfahren.

Geschichte des Römerbergs

Der Römerberg ist ein geschichtsträchtiger Platz. Er ging im Jahr 1405 in das Eigentum der Stadtverwaltung über und wurde seither durch einige Gebäude sowie Innenhöfe und einen Balkon erweitert. Hier wurde die allererste Bank Frankfurts gegründet – im 17. Jahrhundert im Eckhaus Großer Engel. An die Bücherverbrennung im Jahr 1933 durch die Nationalsozialisten erinnert eine Plakette im Kopfsteinpflaster, nur wenige Schritte vom Gerechtigkeitsbrunnen entfernt. Der gesamte Platz und dessen Gebäude wurden fast vollständig zerstört durch die Bombardierungen der Stadt im Zweiten Weltkrieg. Dank historischer Pläne konnte 1986 eine sorgfältige Restaurierung erfolgen und die einzigartige Architektur wieder hergestellt werden.
Im Rathaus, dem sogenannten Römer, wurden römische Kaiser gekrönt.

Öffnungszeiten

Besucher können den Römerberg jederzeit selbst erkunden, denn er ist frei zugänglich. Ein Besuch ist dementsprechend nicht an Öffnungszeiten gebunden. So gut wie jede geführte Tour durch Frankfurt am Main führt früher oder später zu diesem historischen Ort. Menschen mit einer Geheinschränkung sollten beachten, dass der gesamte Platz mit Kopfsteinpflaster ausgelegt ist.

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