Goethehaus und Goethe-Museum

Der vielleicht berühmteste Sohn Frankfurts ist Johann Wolfgang von Goethe, der hier 1749 geboren wurde. Sein Geburtshaus ist heute als Museum zugänglich.

Das Geburtshaus von Goethe findet man unter der Adresse Großer Hirschgraben 23 in der Frankfurter Innenstadt. In den drei Stockwerken des Hauses können alle Räume besichtigt werden. Über eine Treppe oder einen Lift kommt man in das Nebengebäude, dass das Goethemuseum beherbergt. Hier werden in insgesamt 14 großzügigen Räumen Gemälde aus der Zeit Goethes ausgestellt. Es ist die einzige Gemäldegalerie, die Bilder aus der Goethezeit in einer Ausstellung zusammengetragen hat und die Kunstliebhaber können Gemälde von Künstlern aus dem deutschsprachigen Raum betrachten. Es befinden sich Exponate aus dem Spätbarock, dem Klassizismus sowie der Romantik und der Biedermeier-Zeit im Goethe-Museum.

Die Geschichte des Goethe-Hauses

Das Geburtshaus von Johann Wolfgang von Goethe waren ursprünglich zwei enge Fachwerkhäuser, die miteinander verbunden waren. Dort lebte der Dichter bis er 1775 nach Weimar übersiedelte. Nach dem Tod seines Vaters verkaufte seine Mutter das Haus und der letzte Besitzer überließ es schließlich dem Bürgerverein Freier Deutscher Hochstift, der nach historischem Vorbild das Goethe-Haus von damals zum Gedenken an den großen deutschen Dichter ausbauen und für Besucher öffnen ließ. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude bei Fliegerangriffen zerstört, doch bereits 1947 wurde es wieder rekonstruiert und neu aufgebaut. Die ausgelagerten Bücher, Bilder und Schriften des Dichters konnten wieder ihren Platz finden.

Ein Rundgang durch das Goethe-Haus

Während des Besuches des Goethe-Hauses kann man die Räumlichkeiten im Erdgeschoß und in den drei Stockwerken besichtigen. Dabei kann man beispielsweise das Empfangszimmer von Goethes Mutter im Erdgeschoß, die Gelbe Stube, mit vielen Erinnerungsstücken bestaunen. Im ersten Stock in der Beletage befindet sich das vornehme Zimmer mit dem Namen Peking, das nach seinen roten Stoffen und der China-Mode des 18. Jahrhunderts benannt wurde. In der Bibliothek im zweiten Stock hat Goethe über 2.000 Bücher zusammengetragen, die aus unzähligen verschiedenen Wissensbereichen stammen. In der dritten Etage findet man im Puppentheater-Zimmer das Gehäuse des Puppenspiels, das durch Goethe Berühmtheit erlangte. Im Flur des zweiten Stocks befindet sich die bekannte astronomische Uhr.

Kunst im Goethe-Museum

Die Gemäldegalerie im Goethe-Museum umfasst eine beeindruckende Sammlung an Kunstwerken aus der Goethe-Zeit. Der Dichter war ein Liebhaber großer Kunst und zeichnete selber gerne. Auch war er leidenschaftlicher Sammler von zahlreichen Kunstwerken. Gemälde aus der Biedermeier-Zeit, aus dem Spätbarock, dem Klassizismus und der Romantik reihen sind in den vierzehn Ausstellungsräumen aneinander. Die Goethe-Zeit war eine Epoche mit unterschiedlichen Stilrichtungen und viele Künstler haben sich mit ihren Gemälden unsterblich gemacht.

Besondere Sammlungen

m sogenannten Goethe-Schatz wurden im Laufe der Zeit zahlreiche Kunstwerke und Erinnerungsstücke von Goethe zusammengetragen. Darunter befindet sich auch eine sehr bedeutende Handschriftensammlung sowie eine Spezialbibliothek mit über 130.000 Büchern. Für Kenner und Kunstliebhaber ist das eine wahre Fundgrube an alten Stücken und großen Werken.

Das könnte dir auch gefallen