Das Caricatura Museum

Museum für Komische Kunst

Das Museum für Komische Kunst in der Altstadt von Frankfurt ist nicht nur eines der jüngsten Museen der Mainmetropole sondern mit Abstand auch das humorvollste.

Der Name ist Programm. Das Caricatura Museum in Frankfurt bietet seinen Besuchern einen spannenden Einblick in den Bereich der komischen Kunst. Gemeint sind damit Werke von diversen Künstlern der Neuen Frankfurter Schule. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Zeichnern und Schriftstellern, die ehemals in der Redaktion der Satirezeitschrift Pardon beschäftigt waren. Diese Publikation wurde im Jahr 1979 umbenannt ist das bekannte Blatt Titanic. Die Texte, Plastiken und Zeichnungen dieser Künstler werden in wechselnden Dauerausstellungen gezeigt und mit Sonderausstellungen weiterer Künstler ergänzt.

Entstehungsgeschichte der Caricatura

Vorbereitet wurde die Caricatura im Historischen Museum in Frankfurt in einer eigens dafür eingerichteten Abteilung. Die Idee dahinter war, diese spezielle Kunst mit einem eigenen Museum zu würdigen und die Werke der Künstler in Frankfurt zu etablieren. Im Herbst 2008 wurde dann das Museum für Komische Kunst im Leinwandhaus in der Altstadt in Frankfurt eröffnet. Dieses historische Gebäude im gotischen Stil wurde aufwändig umgebaut und für die Zwecke eines Museums ausgestattet.

Die Künstler der Caricatura

Im Vordergrund der Ausstellungen im Komischen Museum Caricatura stehen die Werke von Chlodwig Poth, F. K. Waechter, Robert Gernhardt, Hans Traxler sowie F. W. Bernstein. Diesen großen Mitgliedern der Neuen Frankfurter Schule ist im Museum jeweils ein eigenes Kabinett gewidmet. In Dauerausstellungen werden ihre Zeichnungen und Exponate ausgestellt. Damit von ihren zahllosen Werken möglichst viele verschiedene Werke den Besuchern gezeigt werden können, werden die Zeichnungen in regelmäßigen Abständen ausgewechselt und durch andere ersetzt. So kann auch der regelmäßige Besucher der Caricatura immer wieder neue Bilder betrachten. Außerdem werden in wechselnden Sonderausstellungen die Werke anderer Künstler gezeigt. Darunter sind Zeichner wie Gerhard Haderer.

Die Neue Frankfurter Schule

Das Museum informiert in ihrer Abteilung für Medien über das literarische und filmische Schaffen der Neuen Frankfurter Schule und ihren diversen Künstlern. Diese Kunstschaffenden stehen mit ihrer Kunst für das „Unterlaufen jeglicher Sinnhaftigkeit“ und gehen in ihren unzähligen Werken sehr facettenreich mit diesem Thema um. Die Stadt Frankfurt hatte im Jahr 2006 insgesamt 7.000 Originalzeichnungen der Künstler der Neuen Frankfurter Schule erworben, um diese der Öffentlichkeit in einem eigenen Museum zugänglich zu machen.

Das Wahrzeichen der Caricatura

Vor dem ehemaligen Leinwandhaus in der Frankfurter Altstadt steht eine Elchskulptur aus Bronze, die einen Trenchcoat, einen Hut und eine Weste trägt. Dieses von Hans Traxler geschaffene Exponat gilt als Wahrzeichen des Museums für Komische Kunst und hat im Sockel der Skulptur die Namen der wichtigsten Künstler der Caricatura eingraviert. Außerdem wurde der Wahlspruch von F. W. Bernstein verewigt, der für die Idee und die Werke des Museums steht: „Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche.“

Besondere Veranstaltungen

In unregelmäßigen Abständen werden im Museum besondere Veranstaltungen und Events abgehalten. So können die Kunstinteressierten Lesungen oder Buchvorstellungen weiterer Künstler besuchen. Darüber hinaus präsentiert sich das Museum jedes Jahr im Sommer während des Museumsuferfestes auf dem Weckmarkt mit einem umfassenden Programm. Künstler zeigen während des Festes satirische Darbietungen und unterhalten die Besucher mit komischer Kunst.

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