Lüttich

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der weltberühmte Autor Georges Simenon in der Stadt Lüttich geboren. Doch Lüttich ist nicht nur Geburtsort des weltberühmten Literaten, die Stadt am Zusammenfluss von Maas und Ourthe gilt zugleich als der Ursprung vieler kulinarischer Highlights Belgiens. Lütticher Bouletten mit Sauce Lapin, Lütticher Waffeln – und nach den Darstellungen einiger historischer Dokumente gar die beliebten Pommes Frites – werden ursprünglich kulinarisch im Raum Lüttich verortet. Bereits unter den Römern existierte an der Stelle des heutigen Lüttichs die Siedlung Leodicum. Mittlerweile ist Lüttich eine moderne Stadt, die knapp 200.000 Einwohner beheimatet. Die nach Charleroi zweitgrößte Stadt Walloniens gilt als die belgische Großstadt, die der Grenze zu Deutschland am nähesten gelegen ist. Lüttich ist auch unter dem Spitznamen Cité ardente bekannt – was so viel wie „feurige Stadt“ bedeutet. Der kulinarische Hotspot Belgiens stellt zugleich ein wichtiges kulturelles Zentrum des westeuropäischen Landes dar: neben der Universität Lüttich sind hier die Opéra Royal de Wallonie sowie die Kunstmuseen La Boverie und Grand Curtius situiert. Zu den nennenswerten sakralen Bauten der Stadt gehören die gotische Kathedrale Saint-Paul, die romanische Kirche Saint-Barthélemy sowie die gotische Basilika Saint-Martin. Als Besuchermagnet für Touristen gilt die riesige Treppe Montagne de Bueren, die zur historischen Zitadelle der Stadt führt.

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