Charleroi

Das historische Kohlebergwerk Bois du Cazier macht bei Charleroi auf die Geschichte der drittgrößten Stadt Belgiens aufmerksam. Seit 2012 gehört das Kohlebergwerk zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es ist nicht nur Erinnerungsort an eines der größten Grubenunglücke der Geschichte, es unterstreicht auch an die ökonomische Bedeutung der Kohle für den Aufstieg der Region Charleroi. Bis in das Mittelalter zurückverfolgen lässt sich der örtliche Kohleabbau, später gesellte sich eine florierende Stahlindustrie hinzu. Doch es gibt noch ein zweites UNESCO-Welterbe in der Stadt, das wiederum an die kulturelle Bedeutung Charlerois erinnert: der Belfried von Charleroi, der zu den von der UNESCO als bedeutend eingestuften Belfrieden von Belgien und Nordfrankreich gehört. Charleroi verfügt über bedeutende Kultureinrichtungen – das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Fotografiemuseum Musée de la Photographie sowie das der Handwerkskunst gewidmete Glasmuseum. Moderne künstlerische Werke sind in der Stadt dank des ansässigen berühmten Comic-Verlags Dupuis verwurzelt. Der vielleicht wichtigste Verlag dieser Art innerhalb Belgiens publizierte ab den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts berühmte Werke der École Marcinelle – darunter Spirou, Gaston und Lucky Luke. Auch lebte der surrealistische Künstler René Magritte zeitweise in der Stadt. Entlang von Charleroi fließt der 193 Kilometer lange belgisch-französische Fluss Sambre. Innerhalb der Stadtgrenzen lässt sich der sechseckige Place Charles II. Mit dem Rathaus und der Kirche Église Saint-Christophe de Charleroi bewundern, der als historisches Herz von Charleroi gilt.

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